Wie radikal darf Umweltpolitik sein? Martin Ohneberg diskutierte mit deutschen Bundestags- und Europageordneten

Lustenau, 11.10.2019 - Auf Einladung des renommierten Bodensee Business Forum in Friedrichshafen diskutierte IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg Mitte Oktober mit deutschen Bundestags- und Europageordneten, einer Vertreterin der Fridays for Future-Bewegung und dem Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe zum Thema: „Klagen und Proteste: Wie radikal darf Umweltpolitik sein?“

Moderatorin Katja Korf, Michael Theurer, Norbert Lins, Lara Homes, Jürgen Resch und Martin Ohneberg (von links).

Warnung vor der Vereinfachung komplexer Sachverhalte
In seinem Eingangsstatement mahnte IV-Präsident Ohneberg, was alles auf dem Spiel steht, wenn Umweltpolitik zu radikal gedacht wird. Auf dem Spiel stehen nicht nur Arbeitsplätze und Wohlstand. In der aktuellen Zeit und Klimadiskussion wird generell der Beitrag der Industrie für das Gemeinwohl unterschätzt. Die Industrie ist der Kern der österreichischen und deutschen Wirtschaft und auch jene Branche mit den höchsten Einkommen und hoher sozialer Verantwortung. Die allermeisten Betriebe stehen für eine möglichst umweltfreundliche Produktion und verschließen sich nicht vor einem notwendigen Umbau – aber dieser darf nicht zu radikal sein. Präsident Ohneberg bemängelte insbesondere, dass die aktuelle Vereinfachung komplexer Sachverhalte – wie sie bewusst vermehrt betrieben wird – der falsche Weg zu einer gemeinsamen Lösung sei.

Industrie als Teil der Lösung und nicht Teil des Problems
Natürlich habe die Industrie auch Versäumnisse aufzuholen. Und jedes Unternehmen müsse sich mit den veränderten Rahmenbedingungen auseinandersetzen und darauf einstellen, das gehört laut dem Vorarlberger IV-Präsidenten Martin Ohneberg zu den unternehmerischen Grundsätzen: „Das schlimmste für die Wirtschaft ist die aktuelle politische Unsicherheit und damit die mangelnde Planbarkeit. Die Industrie steht heute schon zum Klimaschutz und unterstützt klug gestaltete Maßnahmen. Es muss uns in Zukunft besser gelingen, ehrlich zu erklären, dass die Industrie Teil der Lösung und nicht Teil des Problems ist. Und es muss uns gelingen weg von der Polemik und Panikmache, hin zu gemeinsamen, realistischen Zielen mit dem Fokus auf Innovation zu kommen.“

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