Raumbild 2030: Klarer Schritt zum „Big Picture“ – Ausgestaltung des Aktionsplans entscheidend

Lustenau, 03.04.2019 - Nach einer ersten Analyse des heute von der Landesregierung beschlossenen Raumbild 2030 sieht IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg einen „klaren Schritt auf dem Weg zu einem großen Zukunftsbild ‚Big Picture‘ für Vorarlberg. Mit diesem Prozess ist es in Vorarlberg jedenfalls gelungen das Augenmerk weg von der bisherigen Einzelbetrachtung hin zu einer Gesamtbetrachtung zu lenken. Dabei ist außer Streit gestellt worden, dass der Wirtschafts-, Arbeits-, Wohn- und Lebensstandort auch in Zukunft räumliche Entwicklungsmöglichkeiten braucht, alles selbstverständlich in Balance mit der schützenswerten Natur.“

Verantwortung durch das Land und Regionen zu begrüßen
Besonders positiv hervorzuheben sei, dass der politische Wille zur Übernahme von mehr Verantwortung und Steuerung durch das Land eindeutig erkennbar ist. Die Intention, die Raumplanung in neun Handlungsräumen (Rheintal, Walgau, Leiblachtal, Bregenzerwald, Montafon, Klostertal und Arlberggebiet, Großes Walsertal, Brandnertal, Kleines Walsertal) gemeindeübergreifend zu organisieren, ist richtig und decke sich genau mit dem ‚Big Picture‘, das die IV-Vorarlberg unter Einbindung zahlreicher Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu Beginn des Jahres präsentiert hat.

Kein Einfrieren der Landesgrünzone
Ohneberg bekräftigt nochmals, dass der Industrie sehr viel an einer intakten Natur in einer guten Balance mit einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort liege: „Die Landesgrünzone war nie als Tabuzone konzipiert, der sorgsame Umgang ist eine Selbstverständlichkeit. Einige Gebiete bieten sich zur Weiterentwicklung im Sinne von Betrieben, Wohnraum und öffentlichem Raum an, andere Gebiete sollten im Gegensatz dazu bewusst geschützt werden. Diese Diskussion ist in einem nächsten Schritt und bei der Ausgestaltung des Aktionsplans nun zu führen. Die Überlegungen des Landes mit einem eigenen Bodenfonds einzugreifen, sollten vertieft werden.“

Vorarlberg muss lebenswerte Wachstumsregion bleiben
Der IV-Präsident appelliert auch dafür, die anstehenden Fragestellungen im Bereich der Raumplanung, der Mobilität und des sozialen Zusammenhalts ehrlich zu führen: „Es wird auch in Zukunft zu Nutzungskonflikten kommen. Wenn man diese nicht in Kauf nimmt und mutig entscheidet, droht Stillstand. Das Ziel muss es sein, den Standort Vorarlberg lebenswert und wettbewerbsfähig zugleich weiterzuentwickeln. Und wer ernsthaft Vorarlberg nicht mehr als Wachstumsregion sehen will, ist sich der gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen nicht bewusst. Es gilt daher die Toleranzschwelle gegenseitig im Sinne des großen Ganzen ein wenig zu erhöhen.“

Das große Zukunftsbild ‚Big Picture‘, das die IV-Vorarlberg zu Beginn des Jahres vorgestellt hat, können Sie hier nachlesen.

 

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