IV zu Klimanotstand in Vorarlberg: „Ja“ zur Ambition, „Nein“ zur Panikmache

Lustenau, 5.7.2019 - „Ja, die Vermeidung des Klimawandels ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Daher steht die Industrie auch voll und ganz zum Klimaschutz und unterstützt klug gestaltete Maßnahmen. Aber die Art und Weise und Wortwahl, wie aktuell politisch Panikmache betrieben wird, haben sich die hier lebenden und arbeitenden Menschen nicht verdient“, so Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg zum gestrigen Beschluss des Landtags den Klimanotstand in Vorarlberg auszurufen.

IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg

Nicht wegzureden sei der nun vermittelte Eindruck, wonach Vorarlberg als erstes Bundesland den Klimanotstand ausruft, weil die Situation besonders bedenklich sei. Vergessen wird, dass Vorarlberg aufgrund zahlreicher Aktivitäten der Politik (Bsp. Energieautonomie 2050) und der Betriebe – insbesondere aus der Industrie aus eigenem Antrieb – Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel ist. Außerdem findet laut Ohneberg keine ehrliche Diskussion in Vorarlberg zum Klimawandel statt: „Die wahren Probleme beim Klimanotstand liegen nicht in Vorarlberg und auch nicht in Europa, sondern auf anderen Kontinenten. Auch wir können noch mehr für die Vermeidung des Klimawandels leisten, aber noch wichtiger ist es, dass diese Länder unsere Standards übernehmen.“

Der IV-Präsident sichert die Unterstützung bei der Entwicklung für ambitionierte Maßnahmen im Land zu: „Aber nicht in dieser populistischen und überhitzten Redensart, sondern bei sachlichen Diskussionen und unter Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und der hier arbeitenden und lebenden Menschen. Denn der entscheidende Hebel für die notwendigen Veränderungen sind Innovation und Technologie im Energie- und Klimabereich und das geht nur gemeinsam mit der Wirtschaft.“

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