Industrie trägt Forschung in Vorarlberg – Aufholbedarf bei F&E Quote bleibt

Lustenau, 20.8.2019 - Die Quote für Forschung und Entwicklung (F&E) – der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am regionalen BIP – ist in Vorarlberg in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit 1,81 Prozent liegt sie jedoch deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 3,05 Prozent.

Die F&E Quote ist einer von vielen Indikatoren, die die Standortqualität eines Wirtschafts- und Industriestandortes ausmachen, weshalb eine Analyse der jüngst präsentierten Zahlen eine aufschlussreiche Information für die jeweilige Standortpolitik sein kann. Die F&E Quote stieg in Vorarlberg von 2011 bis Ende 2017 um 0,35 Prozentpunkte auf 1,81%. Trotz dieser Tendenz landet Vorarlberg im Bundesländervergleich nur auf Rang sieben, noch vor dem Burgenland und Salzburg. Spitzenreiter bei den Bundesländern ist die Steiermark mit einer F&E Quote von 4,91 Prozent. Für IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg ist klar, dass man sich natürlich nicht mit anderen Bundesländern, die große Universitäten haben, vergleichen kann. Trotzdem gebe die Dynamik der F&E Quote Aufschluss, wie sehr man sich mit zukünftigen Entwicklungen befasst und da gibt es in Vorarlberg nach wie vor Aufholbedarf gegenüber anderen Bundesländern.

In absoluten Zahlen lag das Gesamtvolumen der Ausgaben dabei bei knapp 318 Millionen Euro. Finanziert werden diese F&E-Ausgaben wie schon in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch den Unternehmenssektor und damit im Wesentlichen von der Industrie, mit knapp 293 Millionen (92 Prozent). Der Rest von ca. 25 Millionen entfällt größtenteils auf den öffentlichen Sektor. IV-Präsident Martin Ohneberg sieht daher Licht und Schatten: „Die Vorarlberger Industrie ist zum allergrößten Teil für die Steigerungen bei den F&E-Ausgaben verantwortlich, in keinem anderen Bundesland ist der Anteil am Forschungsbeitrag durch die Industrie so groß. Wenn wir allerdings als gesamter Standort wettbewerbsfähig bleiben möchten, müssen auch die Investitionen der Öffentlichen Hand stärker in unser Bundesland gelenkt werden. Daher gilt es im Schulterschluss konsequent an der FH-Entwicklung, an Forschungskooperationen und neuen innovativen Hochschulkooperationen zu arbeiten."

Eine Übersicht über die Situation in Österreich ist hier zur Ansicht.

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