Die angekündigten Investitionen von ÖBB und ASFINAG in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2031 bringen neuen Schwung in zentrale Infrastrukturprojekte in Vorarlberg. „Gut, dass große Infrastrukturprojekte in Vorarlberg wieder vorankommen – entscheidend ist ein klares und dauerhaftes Bekenntnis zur Umsetzung“, so IV-Präsident Elmar Hartmann.
Besonders der geplante Ausbau des Güterterminals Wolfurt ist aus Sicht der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg ein wichtiger Schritt für den Wirtschaftsstandort. „Das Güterterminal Wolfurt ist für die exportorientierte Vorarlberger Wirtschaft eine zentrale Drehscheibe – und der Ausbau war eine langjährige Forderung der IV“, betont IV-Vorarlberg Präsident Elmar Hartmann. Die Bestellung eines dritten Portalkrans sowie die geplanten Erweiterungen der Gleisanlagen seien ein notwendiger Schritt, um steigende Transportmengen künftig bewältigen zu können. Die geplante Kapazitätssteigerung des Güterterminals sei ein positives Signal, reiche aber allein nicht aus. „Wenn wir Güterverkehr ernsthaft auf die Schiene verlagern wollen, braucht es durchgängige Leistungsfähigkeit und ausreichend Kapazitäten – im Terminal genauso wie auf den Zulaufstrecken und der digitalen Zollabwicklung“, so Hartmann.
Vollanschluss Wolfurt–Lauterach wieder aufnehmen
Auch im Straßenbereich sieht die IV-Vorarlberg zentrale Projekte bestätigt. Positiv bewertet wird insbesondere, dass die Planungen für den Vollanschluss Wolfurt–Lauterach wieder aufgenommen werden sollen. „Das ist ein notwendiger Schritt. Der Vollanschluss wurde politisch gestoppt, obwohl er für Betriebe und Beschäftigte im Betriebsgebiet von großer Bedeutung ist. Dass dieses Thema nun wieder aufgegriffen wird, ist ausdrücklich zu begrüßen“, so Hartmann.
S18: Klare Linie entscheidend
Dass auch die S18 weiter vorangetrieben werden soll und die Einreichplanung für das UVP-Verfahren im Jahr 2027 starten könnte, bewertet die IV-Vorarlberg als wichtiges Signal. „Nach Jahrzehnten der Diskussion scheint hier langsam aber sicher etwas weiterzugehen“, hält Hartmann fest.
Infrastruktur darf kein StopandGo bleiben
Trotz der positiven Signale mahnt die IV-Vorarlberg zur Konsequenz. „Ankündigungen und Gesprächsklima sind das eine – am Ende zählen Umsetzung, Tempo und Verlässlichkeit“, so Hartmann. Infrastrukturprojekte dürften nicht erneut in ein StopandGo geraten. „Vorarlberg ist auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen. Sie sind Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und Lebensqualität. Dafür braucht es ein dauerhaftes politisches Commitment.“


