Die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg begrüßt die Einigung der EU-Mitgliedstaaten zum EU-Mercosur-Abkommen. Nach über 25 Jahren Verhandlungen entsteht damit die größte Freihandelszone der EU – ein wichtiges Signal für offene Märkte, stabile Handelsbeziehungen und neue Exportchancen.
IV-Vorarlberg begrüßt EU-Mercosur-Abkommen – Österreichs Nein ist standortpolitisch nicht nachvollziehbar

„In einer Phase globaler Unsicherheit, wachsender Handelskonflikte und neuer Zölle ist Mercosur ein wirtschaftspolitisch richtiger Schritt“, betont IV-Vorarlberg-Präsident Elmar Hartmann. „Gerade durch verbindliche Nachhaltigkeits- und Ursprungsregeln bietet Mercosur mehr Gestaltungsmacht als Abschottung – und damit einen klaren Vorteil gegenüber nationalen Alleingängen“, so Hartmann.
Umso unverständlicher ist aus Sicht der IV-Vorarlberg, dass Österreich sich weiterhin nicht zur Zustimmung durchringen kann. „Ein Nein zu einem der wichtigsten Handelsabkommen Europas ist in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht mehr erklärbar“, so Hartmann. „Österreich steckt im dritten Rezessionsjahr – wer jetzt Marktzugänge blockiert, hat die Probleme des Standorts offenbar noch immer nicht verstanden.“
Das Abkommen sieht den weitgehenden Abbau von Zöllen vor und enthält gleichzeitig Schutzmechanismen für sensible Bereiche. Freihandel und hohe Standards seien kein Widerspruch, sondern Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. Nun liegt es am Europäischen Parlament, dem Abkommen zuzustimmen, bevor es formell in Kraft treten kann.
Fazit der IV-Vorarlberg: Europa handelt – Österreich sollte aufhören, sich selbst im Weg zu stehen.

