Wirtschaftliche Potenziale der Vierländerregion – Luft nach oben in unmittelbarer Nähe!

Vier Länder – eine Sprache – eine Region: dafür steht die Vierländerregion, die rund um Vorarlberg einen starken Wirtschaftsstandort repräsentiert. Sechs Teilregionen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein bilden die Vierländerregion. Das Economica Institut für Wirtschaftsforschung hat sich im Auftrag der Industriellenvereinigung Vorarlberg, der Bank für Tirol und Vorarlberg und von EY (Ernst & Young) Österreich der Untersuchung der Vierländerregion angenommen, um ein bislang einzigartiges wirtschaftliches Lagebild der gesamten Makro-Region darzustellen. Am 2. Mai wurde die Studie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentiert.

V.l.n.r.: Gerhard Burtscher (Vorstandsvorsitzender BTV), Eva-Maria Berchtold (Partner EY Österreich), Martin Ohneberg (IV-Vorarlberg Präsident) und Christian Helmenstein (Studienautor, Economica Institut für Wirtschaftsforschung)

„Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, dass die Vierländerregion bereits heute zu den wirtschaftlichen Top-Regionen Europas zählt“, so Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg. Die heutigen Verflechtungen seien schon enorm, trotzdem bestehen bisher noch ungenutzte Potenziale in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. „Wir müssen die Region stärker in den Fokus und in das Bewusstsein von Gesellschaft und Wirtschaft rücken“, fordert der IV-Präsident.

„Die Vierländerregion steht für das mehr als 3-fache der Bevölkerung Österreichs, das 1,5-fache der Fläche Österreichs und dem mehr als 4-fachen, der in Österreich generierten Wertschöpfung“, so der Vorstandsvorsitzende der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), Gerhard Burtscher. Zudem liege Vorarlberg bei der Industriequote (sekundärer Sektor) mit knapp 35% an dritter Stelle und bei der Dienstleistungsquote (tertiärer Sektor) an vierter Stelle unter den sechs Teilregionen.

Eva-Maria Berchtold von EY Österreich berichtet, dass die Ostschweiz, Liechtenstein und Tirol eine stärkere Konzentration auf weniger wirtschaftliche Sektoren im Vergleich zu Vorarlberg haben, Baden-Württemberg und Bayern eine geringere. „Vorarlberg liegt damit in der Mitte, weder zu stark spezialisiert, noch zu breit gefächert“, so Berchtold.

Laut Studienautor Dr. Christian Helmenstein vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung profitiere Vorarlberg überproportional vom Wachstum in der Vierländerregion. Daher müsse das Interesse Vorarlbergs an einer stärkeren Verflechtung und Intensivierung der Beziehungen in der Vierländerregion besonders hoch sein. „Es geht vor allem darum, Kooperationspotenziale und Netzwerkstrukturen stärker zu nutzen und auszubauen“, so der IV-Chefökonom.

IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg schlägt in dieselbe Kerbe: „Entscheidend für die Intensivierung der wirtschaftlichen Verflechtung in der Region ist die konsequente Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Infrastruktur.“ Es gehe dabei insbesondere um ein ganzheitliches, innovatives Verkehrs- und Logistikkonzept für Vorarlberg und die umliegende Region mit Umsetzungsplänen für Straße (z.B. S18-Neu), Schiene (z.B. Elektrifizierung Süddeutschland, Verbindung zu den Metropolen) und Flugverbindungen (Anbindung zu Flughäfen und Weiterentwicklung regionaler Flughäfen wie Altenrhein).

Weitere Potentiale liegen in einer stärkeren Vernetzung von Bildungs- und Forschungsinstitutionen und dem Aus- und Aufbau von hochschulischen Kooperationen mit überregionalen, strategischen Partnern. Auch die Aktivierung des privaten Beteiligungsmarktes in der Region und regionale Kapitalmarkt-Kooperationen sind erfolgsversprechende Möglichkeiten für die Zukunft.

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