IV-Vorarlberg Präsident Ohneberg: Grüne Standortpolitik bitte wieder für die Menschen

Lustenau, 14.03.2017 - Als „einseitig und wirtschaftsfeindlich“ bezeichnet Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg, das gestern von den Vertretern des Naturschutzrates, Naturschutzbundes und überraschenderweise Landesrat Johannes Rauch vorgestellte Memorandum zur Sicherung der Lebensgrundlagen für künftige Generationen: "Bei allem ehrlichen Verständnis für Naturschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz sollten die grünen Landesregierungsvertreter und Organisationen im Land eine ausgewogene, konstruktive Standortpolitik für die Menschen machen, statt den Naturschutz bei jeder Möglichkeit über Arbeitsplätze und Wohlstand für alle zu stellen. Verantwortungsvolle Standortpolitik heißt, Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang zu bringen, was die Industrie tagtäglich versucht. Wir haben alle Interesse an einer intakten Umwelt, an einem attraktiven Lebensraum und hoher Lebensqualität, aber das kommt alles nicht von selbst.“

IV-Präsident Martin Ohneberg

Dass in einem erfolgreichen Industrie- und Wirtschaftsland - wie vorgeschlagen - das öffentliche Interesse an Arbeitsplätzen zurückgedrängt und sich alles dem Naturschutz unterwerfen müsse, ist für Ohneberg keine zukunftsgerichtete Herangehensweise an das Thema: „Bei der vorgestellten Initiative zur Sicherung der Lebensgrundlagen für künftige Generationen kommen die Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit gar nicht oder nur negativ besetzt vor. Das zeigt die Praxisferne und das einseitige Interesse der Umweltaktivisten.“ Insgesamt häufen sich in letzter Zeit leider die wirtschaftskritischen Initiativen von Politikern und Organisationen im Land, was laut Ohneberg bedauerlich sei: „Einige, leider großteils grüne Vertreter, agieren immer noch wie Oppositionelle, obwohl ihre Partei eigentlich in Regierungsverantwortung ist. Dieses ständige koalitionsinterne Störfeuer bei wichtigen standortpolitischen Projekten bringt unser Land nicht weiter. Das gemeinsame Regierungsprogramm sollte sachlich abgearbeitet und Kirchturmdenken zurückgedrängt werden.“

Die Industriellenvereinigung habe mit ihrer Strategie „Vorarlbergs urbaner Weg“ einen anderen, konstruktiven, Ansatz gewählt. „Uns geht es darum, einerseits unseren attraktiven Lebensraum zu erhalten und gleichzeitig aber die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu erhöhen, denn das sind die wirklichen Hebel für die Sicherung der Lebensgrundlagen für künftige Generationen“, ist Präsident Ohneberg überzeugt. In der Strategie sind auch konkrete Lösungsansätze zum Umgang mit Grund und Boden enthalten, da es hier richtigerweise einen Engpass gibt und mutige Wege gegangen werden müssen. So wie in der Vergangenheit sorgsam mit Grund und Boden umgegangen wurde, müsse dies auch für die Zukunft gesichert werden. Das ganzheitliche Motto muss laut dem IV-Präsidenten sein: "Höher, dichter und zielgerichteter. Und dazu gehört auch die Verlagerung – nicht die Abschaffung – von Landesgrünzone, wo es Sinn macht.“

Die vorgestellten Lösungsansätze für „Vorarlbergs urbaner Weg“ finden Sie hier.

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