Präsident Ohneberg: „Erfolgreiche Integration kann nur durch rasche Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge erreicht werden“

Zum Auftakt der Frühjahrsmesse „Schau!“ am 31. März lud die Dornbirner Messe zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Flüchtlinge mit heimischen Vertretern aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft. IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg setzte sich dabei für eine rasche Integration der Flüchtlinge in den heimischen Arbeitsmarkt bei klaren Regeln ein.
IV-Präsident Martin Ohneberg

In der Podiumsdiskussion betonte Ohneberg die Chancen, die asylsuchende Menschen und eine qualifizierte Zuwanderung insgesamt für das Land bedeuten können. Er halte zwar nichts von einer grenzenlosen „Willkommenskultur“ und es seien viele Fehler gemacht worden, aber heute sei die Situation eben wie sie ist und ohne einen Arbeitsplatz haben die Leute keine Chance. Es gebe viele gute Bemühungen in Vorarlberg und viele Partner hätten sich gefunden, um auf unterschiedlichstem Wege ihren Beitrag zu einer raschen Integration zu leisten. Die Koordination und der „Kümmerer“ zwischen Politik, Gesellschaft und Asylsuchenden sei immens wichtig. Ohneberg betonte auch, das als Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration die Qualifikation möglichst nahe an den Betrieben und somit an der Praxis passieren müsse. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass dies nicht nur für Flüchtlinge gelte, sondern immens wichtig sei, um auch die heimischen Arbeitslosen rasch in die Arbeitswelt zu bringen.

Klar ist für Ohneberg: „So wie viele Unternehmen und die Gesellschaft bereit sind, ihren Beitrag für die Aufnahme von Zuwanderern zu leisten, müssen auf der anderen Seite die Asylwerber natürlich auch die hiesigen Grundwerte, rechtsstaatlichen Prinzipien und Regeln akzeptieren. Integration passiert nicht von selbst, dazu braucht es große Anstrengung von allen Seiten und die darf man– notfalls mit entsprechenden Konsequenzen bei Nichteinhaltung – auch erwarten.“

Österreichweit forderte Ohneberg eine qualifizierte Zuwanderungsstrategie. Es sei für ihn unstrittig, dass ein erfolgreicher Standort Fachkräfte von Außen und von der Altersstruktur der Bevölkerung auch mehr junge Menschen benötige.

Hier geht es zur Nachberichterstattung im ORF und in den Vorarlberger Nachrichten.

Eine detaillierte IV-Position zu Fluchtmigration und Integration finden Sie hier.

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