Bedeutung der Vorarlberger Industrie größer als gedacht

Beim Sommerempfang der Industriellenvereinigung und Jungen Industrie begrüßten Präsident Martin Ohneberg, der scheidende IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher und der neue IV-Geschäftsführer Christian Zoll vor Ort über 370 Besucher aus Industrie, Wirtschaft, Politik und Partnerorganisationen. Mit der Wahl der neuen Location im FIRMAMENT von Ernst Seidl in Rankweil wurde ein Zeichen für unternehmerischen Mut in herausfordernden Zeiten gesetzt, ebenso mutig wurden neue Initiativen gestartet und die Bedeutung der Industrie untermauert.

2,2 Milliarden EURO an Steuer- und Abgabenleistung der Vorarlberger Industrie
Eine eigens vom renommierten Institut EcoAustria ausgearbeitete Analyse zum Steuer- und Abgabenaufkommen der Betriebe in der Vorarlberger Industrie bringt dabei spannende Aussagen zutage. Bereits Anfang 2021 wurde von der IV und Verhaltensökonom Gerhard Fehr präsentiert, dass die Vorarlberger Industrie und eng verbundene Betriebe über 1 Milliarde Euro an zusätzlichen, freiwilligen Beiträgen für ihre Mitarbeiter, die Menschen in Vorarlberg und die globale Gesellschaft leisten.

Mit der neu präsentierten Analyse kann jetzt auch nachgewiesen werden, wie hoch das tatsächliche Steuer- und Abgabenaufkommen der Vorarlberger Industrie ist, wie Präsident Martin Ohneberg zusammenfasste: „Die Vorarlberger Industrie hat im Jahr vor Corona 2,2 Milliarden EURO an Bund, Länder und Gemeinden abgeführt. Das sind 16 Prozent mehr als das Land Vorarlberg an Budget zu Verfügung hat und zeigt, welchen substanziellen Beitrag die Betriebe zur Finanzierung der öffentlichen Hand und damit zum Gemeinwohl beitragen“. Größter Bereich ist die Lohnsteuer und einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge für die Mitarbeiter (883 Mio. EURO), gefolgt von den gesetzlichen Abgaben der Arbeitgeber (825 Mio. EUR), der Körperschaftssteuer (320 Mio. EURO) und der Umsatzsteuer-Zahllast (ohne Vorsteuer 212 Mio. EURO).

Lohnsteuer und einbehaltene SV-Beiträge für Mitarbeiter zeigt Branchenunterschiede
Bei der Analyse, welche Branchen in Vorarlberg am meisten zum Steuerkuchen für die Menschen beitragen, wurden die einbehaltenen Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge detailliert untersucht. Die Industrie – breit definiert mit produzierendem Gewerbe, Bau und Energie – ist dabei mit rund 43 Prozent die mit Abstand bedeutendste Branchengruppe. An zweiter Stelle folgt die öffentliche Verwaltung mit rund 23 Prozent, gefolgt vom Handel mit rund 11 Prozent, der Finanz- und Versicherungsbranche mit rund 5 Prozent. Der Bereich Beherbergung und Gastronomie liegt bei ca. 3 Prozent. Laut Präsident Ohneberg geht es dabei nicht darum, eine Wertung zwischen einzelnen Branchen zu machen: „Was wir aber schon aufzeigen möchten, ist, dass der Begriff ‚Industrieland Vorarlberg‘ keine bloße Überschrift, sondern eine Abbildung der Realität sehr vieler Menschen in Vorarlberg ist. Insbesondere wenn man bedenkt, wie sehr sich die Industrie und die anderen Branchen gegenseitig befruchten“.

Start der Kampagne „Unsere Industrie ist für die Menschen da“ mit Fürsprechern aus verschiedenen Bereichen des Lebens
Was denken die Menschen aus anderen Bereichen des Lebens über die Industrie und zur Aussage „Unsere Industrie ist für die Menschen da“? Was sind deren Wünsche an die Industrie? Dazu wurde in den letzten Jahren nicht nur der Dialog mit der Vorarlberger Bevölkerung intensiviert, sondern Fürsprecher melden sich ab sofort in einer groß angelegten Kampagne auf unterschiedlichen Medienkanälen zu Wort.

Fünf besondere Persönlichkeiten als Fürsprecher erklären, warum aus ihrer Sicht unsere Industrie für die Menschen da ist:

  • Benno Elbs, der als Bischof weiß, was das aus ethischer und gesellschaftspolitischer Sicht bedeutet.
  • Matthias Vallaster, der als Jugendreferent des Blasmusikverbands weiß, was das aus ehrenamtlicher Sicht bedeutet.
  • Laura Bilgeri, die als Schauspielerin weiß, dass das für die Kunst- und Kulturszene bedeutet.
  • Bettina Steindl, die als Kulturmanagerin weiß, was das für die Kreativwirtschaft bedeutet.
  • Und Alessandro Hämmerle, der als Weltklassesportler und frisch gekürter „Vorarlberger Sportler des Jahres“ weiß, dass unsere Industrie für die Menschen da ist  und was das  für die Sportszene bedeutet.

Aktion Heißluftballon – Vorarlberg von oben mit Weitblick
Gemeinsam mit dem Start der Kampagne wird auch der nächste Schritt für ein größeres Zukunftsbild für Vorarlberg gesetzt. So wird ab Herbst ein eigener Heißluftballon unter dem Titel „Unsere Industrie ist für die Menschen da“ am Vorarlberger Himmel zu sehen sein. Präsident Martin Ohneberg: „Wir wollen mit diesem Zeichen einen weiteren Beitrag zu einem fortschrittlichen, erreichbaren und größeren Zukunftsbild für Vorarlberg leisten. Mit Gewinnspielen, Talks mit Persönlichkeiten aus dem Heißluftballon und weiteren Aktivitäten werden die Menschen eingeladen, Vorarlberg und die umliegenden Regionen zu erfahren. Mit dem nötigen Weitblick von oben wird Vorarlberg noch vieles erreichen“.

Übergabe der Geschäftsführung vollzogen, Ehrenmitgliedschaft für Hubert Bertsch
Mit dem heurigen Sommerempfang und der im Vorfeld abgehaltenen Mitgliederversammlung der IV-Vorarlberg wurde auch die offizielle Übergabe der Geschäftsführung vollzogen. Mathias Burtscher wurde von Präsident Martin Ohneberg nach 10 Jahren gebührend verabschiedet. Christian Zoll leitet somit ab sofort die Geschäftsführung der IV-Vorarlberg.

Im Rahmen der IV-Vollversammlung wurde zudem Hubert Bertsch in Würdigung seiner besonderen Verdienste für die Vorarlberger Industrie - unter anderem in den 8 Jahren seiner Präsidentschaft von 2007-2015 – die Ehrenmitgliedschaft der IV-Vorarlberg verliehen.

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