Vorarlberg im Benchmark der besten Regionen mit Potential nach oben

Im Rahmen ihres Sommerempfangs präsentierte die Industriellenvereinigung Vorarlberg am Abend des 20. Juni einen Vergleich Vorarlbergs mit Topregionen Europas in wichtigen Standortfaktoren.

IV-Vizepräsidenten Bernhard Ölz (l.) und Dieter Gruber mit Avenir Suisse Direktor Peter Grünenfelder und IV-Präsident Martin Ohneberg

Anfang des Jahres präsentierte die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg eine Strategie für einen wettbewerbsfähigen, lebenswerten Industriestandort Vorarlberg (Download). Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit Vorarlbergs weiter steigern, denn auch in einer im Österreich-Vergleich überdurchschnittlichen Region gibt es – international gesehen – noch Luft nach oben. Um dieses Potential sichtbar zu machen, arbeitete die IV-Vorarlberg ein regionales Benchmarking-System aus, das Vorarlberg mit internationalen Topregionen aus der Nachbarschaft vergleicht. Auf dem Sommerempfang im Lustenauer Freudenhaus, vor 270 geladenen Gästen aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft, präsentierte IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg am 20. Juni die Ergebnisse.

„Unser gemeinsamer Anspruch mit der Landespolitik ist es, uns international mit den besten Regionen zu vergleichen, voneinander zu lernen und Maßnahmen zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu setzen. Und auch wenn es aufgrund schwieriger Vergleichszahlen nicht immer einfach war, so zeigt unser Benchmarking doch eines ganz deutlich: Der Standort Vorarlberg ist bei vielen Indikatoren im nationalen Vergleich überdurchschnittlich gut, im Vergleich mit europäischen Topregionen liegen wir im Mittelfeld, mit Ausreißern nach unten und nach oben“, so der IV-Präsident.

Wirtschaftszehnkampf in einer der dynamischsten Regionen Europas

In einem sogenannten Wirtschaftszehnkampf wurden Daten zu den wichtigen Standortfaktoren Wirtschaftsleistung, Beschäftigungszahlen, Kaufkraft, Arbeitsfähigkeit, Ausbildungsniveau, Patentanmeldungen, Stromkosten, Grundstückskosten, Bevölkerungsentwicklung und öffentliche Schulden erhoben und Vorarlberg mit Liechtenstein, dem Kanton St. Gallen und den Regierungsbezirken Tübingen, Stuttgart und Oberbayern verglichen. Die miteinander verglichenen Regionen haben insgesamt ein Bruttoinlandsprodukt von 500 Milliarden Euro und damit das 1,5 fache von Österreich.

„Die Konfrontation mit Zahlen und Rahmenbedingungen aus den allerbesten Standortregionen Europas ist ein erster richtiger Schritt hin zur internationalen Exzellenz. Wir dürfen solche Diskussionen nicht scheuen und müssen die Chance des direkten Vergleichs mit den Best Practices nutzen, um frühzeitig Maßnahmen zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu setzen. Es ist erfreulich, dass die politische Spitze Vorarlbergs unseren Anliegen aus der Industrie offen gegenübersteht und wir gemeinsam an einer Verbesserung arbeiten“, so IV-Präsident Ohneberg. Er sei überzeugt davon, dass Vorarlberg von der geographischen Lage im Herzen einer der dynamischsten Regionen Europas und einer gezielten Zusammenarbeit mit den starken Nachbarn noch mehr profitieren könne. „Viele Chancen und Entwicklungsschritte liegen vor der Haustür. Dazu gilt es auch, Grenzen im Kopf zu überwinden. Vorarlberg kann davon profitieren und auch die Region insgesamt kann durch Kooperationen und intelligente Vernetzung gestärkt werden“, ist Ohneberg überzeugt.

Konkrete Maßnahmen und Lösungsansätze habe die IV zu Jahresbeginn mit der Industriestrategie präsentiert. Einiges sei seither in Bewegung geraten und in weiterer Folge gelte es nun, die offenen Fragen zu beantworten, zu entscheiden und umzusetzen: „Das Benchmarking verdeutlicht nochmals die Notwendigkeit, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen und mit voller Kraft und gemeinsam den Standort Vorarlberg weiterzuentwickeln“, appellierte Ohneberg an die Gäste. Für Gesprächsstoff beim gemütlichen Ausklang bei Buffet und Getränken war damit gesorgt.

Die Präsentation „Vorarlberg im Benchmark der Regionen - Wirtschaftszehnkampf“ finden Sie unten im Download, die Detailstudie ist im IV-Büro gerne erhältlich.

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