„Mit der Großstadt aus der Armut“ – Ein Nachbericht

Unter dem Titel „Mit der Großstadt aus der Armut“ lud das von der IV-Vorarlberg unterstützte Wirtschaftsarchiv Vorarlberg kürzlich zum Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Franz Mathis. Der emeritierte Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Hohenemser Wurzeln präsentierte seine jüngst publizierte Theorie der Industrialisierung im globalen Vergleich.

Wirtschaftsarchiv-Obmann Arno Fitz, Referent Franz Mathis, IV-GF Mathias Burtscher und Wirtschaftsarchiv-GF Christian Feurstein

Den passenden Ort für die Veranstaltung bot die Industriellenvereinigung Vorarlberg, deren Industriestrategie (Download) auch unter dem Arbeitstitel „Großstadt Rheintal“ ein ähnliches Thema behandelt.

Dr. Mathis zeigte zunächst anhand von Gegenbeispielen auf, weshalb bisherige Erklärungen für den unterschiedlichen Industrialisierungsgrad einzelner Länder (z.B. europäische Werte, Kolonialisierung, Religion) für ihn nicht haltbar sind. Als weltweit gemeinsamen Faktor bei der Entstehung industrieller Zentren machte er ein gehäuftes Auftreten von Großstädten aus. In den Städten konzentrierten sich bereits vor Jahrhunderten investitionsbereite Kaufleute und handwerklich ausgebildete Fachkräfte. Doch erst der Massenmarkt der Großstädte ließ Investitionen in industrielle Massenproduktion lohnend erscheinen. Je größer die Dichte an Großstädten mit einer konzentrierten Nachfrage, desto breiter der Industrialisierungsgrad, so die Kernaussage von Dr. Mathis. Die Thesen des Wirtschaftshistorikers führten erwartungsgemäß zu angeregten Diskussionen im Anschluss.

Powerpoint-Präsentation der Veranstaltung

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